Wasserschaden vermeiden – hierauf sollten Sie achten

Eine Waschmaschine verbraucht nicht gerade wenig Wasser. Je nach Modell können das im normalen Waschprogramm gut 40 Liter und mehr pro Ladung sein. Daraus ergibt sich beim Wäsche waschen natürlich auch immer zumindest theoretisch die Gefahr eines Wasserschadens.

Wenn die Waschmaschine ausläuft und Sie dies nicht rechtzeitig bemerken, können, je nachdem wo das Gerät steht, diverse Schäden auftreten. Wie Sie sich vor einem Wasserschaden schützen können und welche Schutzvorrichtungen es bei Waschmaschinen dafür gibt, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Was tun, wenn Wasser ausläuft?

Wasser kann sowohl aus der Maschine an sich als auch am Wasseranschluss, sei es direkt am Hahn oder auch am Schlauch, austreten. Sollte es zu einem Wasserschaden kommen, ist es in jedem Fall wichtig, dass Sie so schnell wie möglich handeln.

Je weniger Zeit das Wasser hat, um sich auszubreiten, desto besser. Anderenfalls kann es nämlich zu diversen Schäden kommen. Das Wasser könnte zum Beispiel ins Mauerwerk eindringen oder durch die Decke in die Räume darunter gelangen. Durch schnelles Handeln lässt sich das unter Umständen noch verhindern.

Das erste, was Sie im Falle eines Wasserschadens tun sollten, ist den Wasserzufluss abzudrehen. Auf diese Weise verhindern Sie zunächst einmal zumindest, dass noch weiteres Wasser nachfließen kann.

Gegebenenfalls kann auch ein Ausschalten des Stroms sinnvoll sein. Entfernen Sie das ausgetretene Wasser so schnell wie möglich vom Boden und gehen Sie dabei wirklich gründlich vor.

Große Badehandtücher können hier hilfreich sein, da sie über eine entsprechend hohe Saugkraft verfügen und vergleichsweise viel Wasser aufnehmen können.

Sofern sich im Bereich des Wassers empfindliche Möbel oder andere Gegenstände, die durch das Wasser Schaden nehmen können, befinden, sollten Sie diese entfernen und wenn nötig ebenfalls trocknen.

Wasserschutzsysteme

Moderne Waschmaschinen verfügen über unterschiedliche Schutzmechanismen, die einen Wasserschaden vermeiden sollen. Dazu zählen unter anderem der Aquastop sowie Vollwasser-und Überlaufschutz.

Aquastop

Bei einem Aquastop handelt es sich streng genommen nicht um ein Wasserschutzsystem, welches zur Waschmaschine an sich gehört. Als Aquastop wird ein Ventil, welches zwischen den Wasserschlauch und den Wasseranschluss montiert wird, bezeichnet.

Kommt es am Wasserkreislauf zu einem Defekt, wird der Aquastop aktiviert und stoppt so den weiteren Zufluss von Frischwasser. Das kann zumindest das Schlimmste verhindern. Kleinere Schäden werden jedoch nicht erkannt.

Überlaufschutz

Ein Überlaufschutz verhindert, wie der Name schon sagt, ein Überlaufen des Wassers. Zu diesem Zweck ist im Inneren der Waschmaschine ein Sensor angebracht. Dieser erkennt, wenn das Wasser eine bestimmte Höhe erreicht. Ist das der Fall, wir es abgepumpt und der Wasserzufluss gleichzeitig gesperrt.

Auch eine günstige Waschmaschine sollte heutzutage zumindest über einen solchen Überlaufschutz verfügen. Dieser bietet zwar keinen hundertprozentigen Schutz. Er bietet jedoch zumindest etwas Sicherheit.

Vollwasserschutz

Den besten Schutz vor einem Wasserschaden bieten Waschmaschinen mit einem sogenannten Vollwasserschutz. Geräte mit Vollwasserschutz sind mit einem Doppelwand-Aquastopschlauch ausgerüstet. Zudem verfügen sie über eine wasserundurchlässige Bodenwanne. Falls es zu einem Leck kommt, wird der Wasserzufluss umgehend unterbrochen und das in der Maschine befindliche Wasser abgepumpt.

Ein Vollwasserschutz bietet einen nahezu kompletten Schutz vor Wasserschäden. Maschinen, die über eine solche Vorrichtung verfügen sind in der Regel jedoch auch etwas teurer.

Zahlt die Versicherung?

Sollte es trotz aller Vorsicht und entsprechender Wasserschutzsysteme doch einmal zu einem Wasserschaden kommen, zahlt unter Umständen auch eine Versicherung, sofern vorhanden.

Für Wasserschäden, die durch Ihre Waschmaschine in Ihrer Mietswohnung oder auch bei Ihren Nachbarn entstanden sind, ist prinzipiell die Haftpflichtversicherung zuständig. Und für Schäden, die zum Beispiel Ihre Einrichtung betreffen, ist die Hausratversicherung, falls Sie eine haben, verantwortlich.

Beide werden jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen greifen. Sofern Sie Ihre Waschmaschine beispielsweise unbeaufsichtigt gelassen haben, werden Sie in der Regel auch kein Geld von Ihren Versicherungen erhalten.

Die genauen Vertragsbedingungen sind allerdings von Anbieter zu Anbieter verschieden. Um Klarheit zu bekommen, lesen Sie am Besten die Bedingungen in Ihren Verträgen nach.

Fazit

Ein Wasserschaden kann eine ärgerliche und vor allem teure Angelegenheit sein. Es lohnt sich daher durchaus auf ein Gerät mit Vollwasserschutz  zurückzugreifen, auch wenn die Anschaffungskosten hier etwas höher sind.

Immerhin sollten Sie bedenken, dass ein Wasserschaden durchaus schnell einige tausend Euro kosten kann. Von daher ist diese Investition vergleichsweise gering.

Zusätzlich reduzieren Sie das Risiko größerer Schäden natürlich auch mit dem richtigen Standplatz Ihrer Waschmaschine. Wenn Sie über eine Waschküche im Keller verfügen, sollten Sie dort auch Ihre Wäsche waschen.

In der Regel ist der Boden dort nämlich gefliest und es ist auch ein Abfluss vorhanden, sodass eventuell austretendes Wasser gut ablaufen kann.

(Fotoquelle: © Onidji – Fotolia.com)